Es hört sich an wie ein Schildbürgerstreich, hat aber einen sinnvollen Hintergrund: In einer Schlucht in China ist ein 288 Meter hoher Lift in Betrieb genommen worden, der vor allem für 20 Schüler errichtet wurde. Diese leben in der Nizhuhe-Schlucht in der südwestchinesischen Provinz Yunnan. Ihre Schule ist jedoch 500 Meter höher und dazwischen liegt ein fast senkrechter Berghang. Jeden Morgen mussten die Kinder etwa eine Stunde lang nach oben klettern, teilweise über steile Bergpfade und wacklige Bambusleitern. Rund drei Stunden dauerte der tägliche Aufstieg und genauso lange die Rückkehr in ihr Dorf im Tal.
Mit der Eröffnung des neuen Fuyao-Lifts können die Distanz in etwa einer Minute überwinden. Und dies sogar kostenlos, denn die Schulkinder sind von einer Gebühr befreit. Anders als die zahlreichen anderen Benutzer dieses voll verglasten Lifts, vor allem Touristen, aber auch Bewohner der Gegend. Trotz der Gebühr wird der Lift von über 10.000 Personen pro Tag genutzt.