Als fossile Brennstoffe bezeichnet man Kohle und Öl, weil sie einst aus verrotteten Pflanzen entstanden. Und man kann sie natürlich nur ein einziges Mal abbauen und verbrennen, danach muss man wieder eine Million Jahre warten, bis neue entstanden sind.
Dem gegenüber stehen die sogenannten erneuerbaren Energien, weil diese sich nicht verbrauchen. Es sind wor allem Wind- und Solarenergie, aber auch die Wasserkraft und die Energiegewinnung aus Biomasse gehören dazu.
Seit der Entscheidung, aus der Atomkraft und Kohleverbrennung auszusteigen, gibt es immer wieder massiven Widerstand dagegen. Meist von konservativer und rechter Seite. Eines der Argumente ist, dass diese Form der Stromgewinnung davon abhängt, dass die Sonne scheint und der Wind weht. Tatsächlich gibt es Flauten, die verhindern, dass in diesen Momenten Strom erzeugt werden kann. Deshalb ist es wichtig, dass mehr in die Lagerung von Energie investiert wird. Dies kann über Batterien erfolgen oder in die Produktion von Wasserstoff, der gelagert und später zur Verstromung genutzt werden kann.
Besonders scheinheilig ist das Argument, dass Windräder oder Solarparks die Landschaft verschandeln würden. Denn im Gegensatz dazu hat der Tagebau zur Gewinnung von Kohle Hunderte von Quadratkilometern Natur in Mondlandschaften verwandelt.
Im vergangenen Jahr war nun der Anteil von Wind- und Solarenergie im EU-Strommix erstmals höher als der fossiler Brennstoffe. Die Stromerzeugung aus Kohle hat 2025 mit einem Anteil von 9,2 Prozent einen historischen Tiefstand erreicht. Fast doppelt so viel macht noch die Gasvertromung aus.
Das Verbrennen von Kohle und Gas belastet die Umwelt bzw. ist aufgrund von Lieferproblemen auch recht teuer. Erst recht, wenn LNG-Gas genutzt wird, das in riesigen Spezial-Tankschiffen aus der ganzen Welt nach Europa gebracht wird. Insofern ist die immer höhere Nutzung von erneuerbaren Energien eine sehr positive Entwicklung.
Foto: QueenBarenziah / CC BY 4.0