Neue KI kann Krankheitsrisiken im Schlaf erkennen

Wissenschaftler der US-amerikanischen Stanford University haben eine KI entwickelt, die künftig einen wichtigen Platz in der Gesundheitsvorsorge einnehmen wird. Aus nur einer einzigen Nacht im Schlaflabor kann sie das Risiko für über 130 Krankheiten abschätzen. Darunter Parkinson, Demenz, Herzinfarkt sowie Prostata- und Brustkrebs, und dies Jahre, bevor die ersten Symptome auftreten.

Vorausgegangen waren mehr als eine halbe Million Stunden mit Aufzeichnungen von Schlafdaten bei rund 65.000 Personen. Dabei wurden gleichzeitig Hirnströme, Herzaktivität, Atmung, Muskelspannung sowie Augen- und Beinbewegungen aufgezeichnet. Die KI namens SleepFM verglich die Ergebnisse mit Gesundheitsdaten der Probanden aus den vergangenen 25 Jahren. Das Ergebnis war eine mindestens moderate bis hohe Genauigkeit der Vorhersagen.

Die Forscher betonten, dass die KI keine Krankheitsursachen erkennt, sondern Anzeichen auf eine der eventuell eintretenden Krankheiten entdecken kann. Damit ist sie ein Frühwarnsystem, um lange vor dem Ausbruch einer Krankheit gegensteuern zu können.