Das Kanu des Manitu

Als vor 24 Jahren der Film Der Schuh des Manitu ins Kino kam, konnte niemand ahnen, dass er sämtliche Rekorde brechen würde. 11,5 Millionen Menschen haben ihn gesehen, mehr als bei irgendeiner anderen deutschen Produktion. Bully Herbig, Christian Tramitz und Rick Kavanian hatten damals schon jahrelang zusammen Comedy gemacht, doch dieser Film war die absolute Krönung. 2022 hatte das Trio die Idee, eine Fortsetzung zu drehen, auch wenn alle davon ausgingen, dass der Erfolg von damals nicht wiederholt werden kann.

Vor wenigen Tagen nun kam der neue Film ins Kino: Das Kanu des Manitu erinnert natürlich an den Vorgänger. Die selben Hauptdarsteller (darunter auch Sky Du Mont), die gleichen Filmfiguren, und wieder eine unüberschaubare Folge von Gags, manchmal platt, ganz oft aber intelligent und wirklich lustig. Im ganzen Film gibt es dazu Reminiszenzen wie an Italo Western, Louis de Funès, Kevin Costner oder natürlich Karl May.

Die eigentliche Geschichte ist wieder Nebensache und alles andere als logisch – aber der Humor, der sich an manchen Stellen auch über die woke Sprache lustig macht (ja, auch das Wort „Indianer“ wird benutzt), ist einfach umwerfend. Sicher ist ein Erfolg wie beim ersten Teil nicht so zu erwarten, bei unserem Besuch am Samstagnachmittag war das Kino fast leer. Trotzdem lohnt sich ein Besuch auf jeden Fall, wenn man 90 Minuten lang einen lustigen, spannenden, manchmal merkwürdigen und am Ende sogar ergreifenden Film sehen möchte. Da spricht Bully Herbig als Abahachi vor einer Gruppe von echten Indianern und gibt dem Film sogar – ganz kurz – eine emotionale Tiefe.
Ansonsten ist Das Kanu des Manitu aber ein einfach lustiger Film, mit viel Klamauk, aber nicht albern. Und auf jeden Fall sehenswert!

Foto: Constantin-Film