Erster japanischer Musikstudent in Europa

Rentaro Taki, ein Name, der in Europa kaum Platz gefunden hat, aber sehr bekannt ist in Japan. Er gilt als einer der größten und jüngsten Komponisten seiner Zeit. Rentaro wurde am 24. August 1879 geboren und verstarb am 29. Juni 1903. Er war damals an Tuberkulose erkrankt.

Seine bekanntesten Werke sind „Kojo no Tsuki“ und „Hana“. Kojo no Tsuki wird selbst heute noch in verschiedenen Variationen vorgetragen. Die Band Scorpions hat dieses beeindruckende Werk aufgegriffen.

Noch heute gilt Rentaro Taki als „japanischer Schubert“. In Leipzig wurde in der Ferdinand-Rhode-Straße ein Denkmal für ihn aufgestellt. Dies wurde zu seinem 100. Todestag 2003 von der Mendelssohn-Stiftung veranlasst. In dieser Straße befand sich auch das damalige Wohnheim von Rentaro. Heute kann man sein Wohnheim nicht mehr sehen.

Weitere Werke von Rentaro Taki waren:

  • Menuett in h-Moll für Klavier
  • Urami (Bedauernswert) in d-Moll für Klavier

Der Text und die Musik:

JapanischTranskriptionTeilübersetzung
  『荒城の月』
1.春高楼の 花の宴
  巡る盃 かげさして
  千代の松が枝 わけ出でし
  昔の光 いまいずこ

2.秋陣営の 霜の色
  鳴きゆく雁の 数見せて
  植うる剣に 照りそいし
  昔の光 いまいずこ

3.いま荒城の 夜半の月
  替らぬ光 たがためぞ
  垣に残るは ただ葛
  松に歌うは ただ嵐

4.天上影は 替らねど
  栄枯は移る 世の姿
  写さんとてか 今もなお
  嗚呼荒城の 夜半の月
『Kōjō no Tsuki』
1. Haru kōrō no hana no en
Meguru sakazuki kagesashite
Chiyo no matsu ga e wakeideshi
Mukashi no hikari ima izuko

2. Aki jinei no shimo no iro
Nakiyuku kari no kazu misete
Uuru tsurugi ni terisoishi
Mukashi no hikari ima izuko

3. Ima kōjō no yowa no tsuki
Kawaranu hikari ta ga tame zo
Kaki ni nokoru wa tada kazura
Matsu ni utau wa tada arashi

4. Tenjōkage wa kawaranedo
Eiko wa utsuru yo no sugata
Utsusan toteka ima mo nao
Ah! Kōjō no yowa no tsuki
『荒城の月』
 『Ruine im Mondschein』
1. Burgeshöh’ in Frühlingsnacht.
 Trinken wir den Weine!
 Schimmernd weiß die Blütenpracht.
 Singt und schenket ein!
 Durch die alten Kiefern weit
 bricht das Mondeslicht. Mondeslicht aus alter Zeit
 such’ ich, find’ ich nicht.

2. Ritterheer in Winternacht
 ruht in Frost und Schnee. Und ich zähle auf der Wacht
 Wildgänse in der Höh’.  Auf den Schwertern, aufgereiht,
 blitzt das Mondeslicht.
 Mondeslicht aus alter Zeit
 such’ ich, find’ ich nicht.